Ausgabe 04 / 2001 vom 11.11.2001
Einen schönen Tag, liebe Funkamateurinnen und Funkamateure.
Da können einem schon
NIERENSTEINE wachsen,
wenn Vereinsfunktionäre ihre "Indianer" in Packet-Radio
unter den Augen von RegTP-Mitarbeitern eindeutige preisbewehrte
Werbung machen lassen, um danach die Verantwortung auf den "dummen"
Einspieler zu schieben. Dass im deutschen Amateurfunkwesen Gentlemen-Agreements
nicht eingehalten werden, ist bereits betriebliche Übung. Haben
nicht RegTP und DARC vereinbart, im Amateurfunkdienst gewerblich-wirtschaftlich
NICHT tätig zu sein ? Dieser Tatbestand ist der EINZIGE ahndbare
Gesetzesverstoß innerhalb des AFuG 97 -
und DER wird nicht verfolgt ?
Ebenso wird die den Amateurfunkdienst betreuende Behörde
ALLEN ERNSTES
nicht darum herumkommen, langfristig Positionen so zu besetzen,
dass keine Interessenskonflikte mehr zu rechtlichen Flankenöffnungen
führen werden. Es kann auch nicht angehen, dass Trägerdrückereien
nicht mehr als Verstoß gegen das AFuG-97 betrachtet werden,
wenn gleiches Vergehen bei Rundsprüchen des großen Vereins
zur Verleihung des R17-Darwin-Award führt und Teilnehmer am
Amateurfunkdienst mit Klasse-3-Lizenz auf der Homepage von DB0WW
dem CB-Funk abwertend zugeordnet werden.
Dass die Funkamateure - bedingt durch eine mehr oder weniger
gute Lobby - nie gelernt haben, sich als bekennende Funkanwender
der Öffentlichkeit zu präsentieren, rächt sich seit
über einem Jahr. Seit dem Mai 2000 geistert eine Bundeswehr-Studie
in millionenfacher Auflage als Beilage zu Tageszeitungen durch die
Republik. Dort werden
81.000 Funkamateure und 33.000 Antennenanlagen
der Mobilfunkprovider
als wahrscheinliche Verursacher von Gefahren für Personen
in elektromagnetischen Feldern explizit genannt. Ein Schlag ins
Gesicht derer, die ständig von Öffentlichkeitsarbeit "faseln",
sie aber in den letzten 40 Jahren nie umsetzten. Ich frage mich,
lesen Funkamateure keine Tageszeitung mehr ?
Wollen wir wirklich am Image des
DUNKELMANNS und des UNDERCOVERS
weiterstricken, nur weil ein paar Platinistas sich eher als
TOPAS verstehen ?
In totalitären Staaten gibt es keinen Amateurfunk, weil
dort keine Kommunikation mit anderen Völkern erwünscht
ist. Liberale Gesellschaftsformen verstehen Amateurfunk als DEMOKRATISCHES
Standbein, dessen Ausdruck in der liberalisierten CEPT-LIZENZ seinen
Niederschlag findet:
KEINE GASTLIZENZ MEHR !
Freizügigkeit ist angesagt, mehr und leichtere Kommunikation
zwischen den Völkern: also
VÖLKERVERSTÄNDIGUNG !
Dass das berühmte >> CQTESTCQTEST = RST 5nn5nn tu
= ditdit << keine Völkerverständigung beinhaltet,
ist selbsterklärend; dazu braucht es Fernschreibverfahren oder
Fremdsprachenkenntnisse in Fonie. Man erschrickt einfach, wenn aus
Funkamateurs Mund man hört, dass CW die Völkerverständigung
auf breiter Basis fördert; eine Unterhaltung in CW aber nur
ab Tempo 200 erst ist flüssig: Und WER KANN DAS ??
100 oder 200 Funkamateure in DL ?
Ich entdeckte in der vergangenen Woche vorgeschobene Argumente,
deren wahrer Hintergrund nur die Abgrenzung der eigenen Sippe und
die Ausgrenzung des Restes der Welt beinhalten. Wenn wir so weitermachen,
kommen wir mit Recht in die Mülltonne der Fossilien. Wünschenswert
ist ein weltoffener Amateurfunkdienst, der mit Gott und der Welt
sich austauschen kann;
WANN UND WO IMMER ER WILL.
MfG
Hermann
DL1EEC
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